Presseaussendungen

Presseausendung vom 17. August 2012

Ttl: GOOD FOOD MARCH 2012 – Mit dem Rad von Linz nach Brüssel

Uttl: Bürger_innen fordern eine nachhaltige Nahrungsmittelerzeugung

Strampeln für gut produzierte Nahrungsmittel und eine nachhaltige Landwirtschaft heißt es seit diesem Freitag im Rahmen des „Good Food March 2012“. Aus ganz Europa machen sich Menschen mit Fahrrädern auf den Weg, um die zukünftige Agrarpolitik der EU mitzugestalten. Ziel der Sternfahrt ist das europäische Parlament in Brüssel. Tourbeginn ist am 17.August in Linz.

Wie sieht die Zukunft unserer Landwirtschaft aus? Was werden wir in den nächsten Jahren essen? Komplexe Fragen, deren Antworten stark vom Ausgang der derzeit laufenden Reform zur Gemeinsamen Agrarpolitik der EU (kurz GAP) bestimmt sind. Bis Ende 2012 soll von den Mitgliedsstaaten der Union und dem Europäischen Parlament über die zukünftige Verteilung der Agrarförderungen entschieden werden. Der Ausgang der Verhandlungen betrifft nicht nur die Bäuerinnen und Bauern, sondern auch die Konsument_Innen, Tiere und Umwelt.

 Der Good Food March 2012 – Möglichkeit zur Mitbestimmung

Der Good Food March ist der Ruf nach Mitbestimmung durch die europäische Zivilgesellschaft. Aus ganz Europa machen sich Menschen auf den Weg nach Brüssel, um die Reform der GAP mitzugestalten. Gefordert werden gesunde, regional produzierte Lebensmittel und eine zukunftsfähige, bäuerliche Landwirtschaft.

Ludwig Rumetshofer, einer der österreichischen Koordinatoren des Good Food March, Aktivist bei Agrarattac sowie La Via Campesina meint: „Der Good Food March ist die erste Mobilisierung dieser Größenordnung, die zur Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik stattfindet. Den österreichischen und europäischen Agrarpolitiker_innen muss klar werden, dass diese Reform nicht ohne Mitsprache der EU-Bürger_innen durchgeführt werden kann!“

 Konferenz mit EU-Funktionären in Brüssel

Krönender Abschluss der Tour ist eine Konferenz im europäischen Parlament in Brüssel, wo die Teilnehmer_innen des Good Food Marchs auf die EU-Funktionäre treffen und ihnen die auf der Tour gesammelten Forderungen der Zivilgesellschaft präsentieren. Die Konferenz „Reform der GAP 2020 – Eine Chance für die Demokratie in Europa“ findet am 19. September 2012 statt und steht unter der Schirmherrschaft des Präsidenten des Europäischen Parlaments Martin Schulz. Sprechen werden u.a. EU-Agrarkommissar Dacian Cioloş, Slow Food-Präsident Carlo Petrini und auch Teilnehmer_innen des Good Food Marchs.

 Die Route durch Österreich

Der Startschuss für die Österreich-Etappe fällt am Freitag, 17.August 2012 um 12 Uhr am Linzer Hauptplatz. Von dort geht es mit dem Rad durch die Bezirke Eferding, Grieskirchen, Ried im Innkreis bis zum Halbzeitziel in Ranshofen bei Braunau. Der zweite Teil der Tour führt durch Bayern bis nach München, wo am Samstag, 25.8.2012 der Auftakt zur nächsten Etappe startet. Auf dem Weg nach Brüssel werden Bauernhöfe besucht, Meinungen und Forderungen der Zivilgesellschaft zum Thema Agrarpolitik gesammelt, sowie Filmvorführungen und Diskussionsrunden veranstaltet.

 Alle können teilnehmen!

An der Fahrradtour und den Veranstaltungen entlang der Strecke können alle Interessierte teilnehmen. Weiters besteht die Möglichkeit, das Tourtagebuch im Internet mitzuverfolgen, unter https://goodfoodmarchaustria.wordpress.com Zudem wurde eine Europaweite Fotokampagne gestartet, die es jedem Menschen ermöglicht, eine Forderung zur Zukunft unserer Nahrungsmittelproduktion zu veröffentlichen. All diese Fotos werden am 19. September den Entscheidungsträger_innen in Brüssel präsentiert.

 Ausführliche Informationen finden Sie hier:

https://goodfoodmarchaustria.wordpress.com (Österreich)

http://www.goodfoodmarch.eu (Europa)

 

Rückfragehinweise und Bildmaterial

Ludwig Rumetshofer

0676/5359804
ludwig.rumetshofer@viacampesina.at

Presseaussendung vom 6.8.2012:
Der Count down zum Good Food March beginnt…
Bürger_innen engagieren sich für eine andere Agrarpolitik

In weniger als einem Monat werden Menschen aus ganz Europa zur letzten Etappe einer Fahrradtour nach Brüssel aufbrechen. Während dort Politiker_innen die Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik diskutieren, findet die größte jemals veranstaltete Versammlung von EU-Bürger_innen statt, die für eine ökologische und faire Zukunft der Landbewirtschaftung in Europa eintreten.
Die am „Good Food March“ teilnehmenden Radfahrer_innen werden am 5. September aus Österreich, Frankreich und Deutschland kommend in Straßburg eintreffen. Teilnehmer_innen aus weiter entfernten EU-Ländern wie Bulgarien, Ungarn, Italien, Portugal, Rumänien und Spanien werden den Good Food March von Straßburg aus starten. Bevor alle Teilnehmer_innen gemeinsam zur letzten 2-Wochen-Etappe nach Brüssel aufbrechen, findet ein Aktionstag in Straßburg statt.
Die Pläne für den Good Food March1 wurden im Mai 2012 geschmiedet, als 8 Organisationen übereinkamen, die voraussichtlich größte zivilgesellschaftliche Aktion zur Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) aller Zeiten zu veranstalten. Nachdem das EU-Parlament zum ersten Mal über die Reformvorschläge abstimmen wird, haben EU-Bürger_innen die einzigartige Gelegenheit, die Ergebnisse zu beeinflussen.
ARC2020, die Europäische Koordination Via Campesina, das Europäische Milk Board, Friends of the Earth Europe, IFOAM EU Group, Meine Landwirtschaft, PAC2013 und Slow Food publizierten einen gemeinsamen Aktionsaufruf, den “Call for Action“2, der 11 zentrale Forderungen für die Zukunft der GAP enthält. Verlangt wird unter anderem dass Subventionen direkt an soziale, ökologische und Tierhaltungskriterien geknüpft werden. Die GAP soll öffentliche Gelder hauptsächlich für die Förderung einer nachhaltigeren Landwirtschaft und agro-ökologische Anbaumethoden einsetzen und Instrumente (wieder-)einführen, die dazu beitragen, dass Bäuerinnen und Bauern sichere, stabile und kostendeckende Preise bekommen. Gleichzeitig wird betont, dass die europäische Agrar- und Ernährungspolitik internationale Verantwortung übernehmen muss, indem sie z.B. Nahrungsmittelspekulation ablehnt und den Export landwirtschaftlicher Erzeugnisse unter deren Herstellungskosten beendet. Seit der Veröffentlichung des Aufrufs haben sich mehr als 60 Organisationen aus 15 Ländern angeschlossen.
Tausende Bäuer_innen, Bürger_innen und junge Menschen werden diesen Forderungen in Bezug auf die Landwirtschafts- und Ernährungspolitik der EU Ausdruck verleihen. Jeder und jede kann bei den verschiedenen Aktivitäten und Veranstaltungen teilnehmen: Sei es beim Good Food March selbst – einer Radtour von Straßburg nach Brüssel (oder längere Routen von München Linz und verschiedenen Orten in Frankreich), seien es die Aktivitäten auf nationaler Ebene, die im August und September stattfinden werden. In Österreich wird die Plattform „Wir haben es satt“ ein Bäuer_innenfrühstück im Zentrum Wiens, aber auch an andren Orten Österreichs veranstalten.3
Zudem wurde eine Europaweite Fotokampagne4 gestartet, die es jedem Menschen ermöglicht, eine Botschaft über einen persönlich als wichtig empfundenen Aspekt der GAP-Reform zu veröffentlichen. Menschen aus ganz Europa sind eingeladen, bis zum 14. September ein Foto an das Good Food March Team zu senden. All diese Fotos werden am 19. September, dem Abschluss und Höhepunkt des Good Food March den Entscheidungsträger_innen in Brüssel präsentiert. Am 19. September werden tausende Teilnehmer_innen in Brüssel ankommen und bei einem gemeinsamen Aktionstag sowie bei einer Konferenz im EU-Parlament ihren Forderungen Ausdruck verleihen5.
Ludwig Rumetshofer, einer der österreichischen Koordinatoren des Good Food March, Aktivist bei Agrarattac sowie La Via Campesina meint: „Der Good Food March ist die erste Mobilisierung dieser Größenordnung, die zur Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik stattfindet. Den österreichischen und europäischen Agrarpolitiker_innen muss klar werden, dass diese Reform nicht ohne Mitsprache der EU-Bürger_innen durchgeführt werden kann!“

Informationen dazu:
1. http://www.goodfoodmarch.eu
2. Call for Action: http://www.goodfoodmarch.eu/call-for-action.html
3. Siehe unter http://www.viacampesina.at
4. Good Food March Photo Campaign: http://www.goodfoodmarch.eu/photo-action.html
5. September 19th 2012: http://www.goodfoodmarch.eu/19-september.html

Rückfragehinweise:
Ludwig Rumetshofer, ludwig.rumetshofer@viacampesina.at; 0676/5359804

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